Beiträge von DEFENS

    Mal ganz wertungsfrei:

    Gerücht: hab von nem Loki gehört, daß ein Zug mit Lokisten auf der Fahrt nach Meuselwitz von 20-30 Leuten in weissen T-Shirts und weißen Sturmhauben mit Chemie Logo drauf (?!!) an irgendeinen Zwischenstop "überfallen" wurde. Fazit: Die Lokis hielten die Türen zu und die angeblichen Chemiker begnügten sich mit ein wenig Pyro und Nebel und waren dann wieder weg. Da Gerüchte ja immer was von stiller Post haben, muss man die Zahlenangaben sicher mit Vorsicht genießen. Auch sieht mir persönlich das ein wenig nach "False Flag" aus, wäre ja nicht das Erstemal aus Probstheida mit solchen Storys zu kommen (Hammerangriff auf Parkplatz an der Neuen Linie, Buschangriff mit Rucksackklau bei Schönau-Lok III etc)

    Seh ich auch so wie Jens. Schon die Körpersprache war eine ganz andere als am Mittwoch, auch der Kampfgeist war wieder da. Erste HZ beide Mannschaften auf Augenhöhe-Chemie mit 2 Stürmern immer wieder gefährlich aber auch Lichterberg immer wieder mit Vorstößen und immer gefährlich vor unserem Tor.

    Das 1:0 etwas überraschend-vielleicht zu diesem Zeitpunkt glücklich. Chemie dann wieder etwas defensiver, durch Auswechselungen in der 2.HZ mit nur noch 1 Spitze. Aber immer wieder gefährliche Konterstiche damit die Lichterberger nicht zu übermütig wurden.

    Apropo Lichterberg : BERLIN BERLIN WIR SCHEISSEN AUF BERLIN! Ein völlig unsymphatisches Team mit "Neymar Symphtomen" . Herumgewälze auf dem Platz bei der kleinsten Berührung und ständiges lamentieren mit dem Schirie.

    Apropo Schiri: Was war denn das? Da stürmt der Lichterberger Torwart vor seinen Strafraum herum und wehrt einen Torschuss von Chemie mit der Hand ab. Klare Verhinderung eines Tores mit regelwidrigen Mitteln. Bei Pfiff des Schiries eigentlich eine glasklare Rote Karte und was macht der Schiri? Pfeifft Freistoß und gibt nur den Torwart Gelb! :kratz:

    Die 2.HZ war eigentlich ein Contra der 2.HZ vom Mittwoch. Es stürmte fast nur noch Lichterberg..aber Chemie macht am Ende das Tor. Taktisch alles richtig gemacht . :respekt:

    Und unsere Ultras in der 2.HZ? Man man erst wieder Dauersingsang mit den Blue Johnny Blue Song-mitmach Effekt bei den Fans: 0 ! Der Song ist Scheisse und ihr wisst das auch. :cool: Dafür gingen die gut 400 Ultras bei dem Song lautstark ab wie die Zäpfchen:respekt:...aber wenn eben nur gut 1/3 des unteren Norddammes abgeht, dann kommt das nicht wirklich als Stimmung an. Dann aber- ich bin nun nicht so vermessen das meine Kritik vom Fürstenwalde Spiel ankam- wurde alles Richtig gemacht: Erst ein BSG Wechselgesang und dann ein "Burner" der die Massen mitreisst: "Grün und weiß ein Leben lang." Jetzt ging Stimmungsmäßig wirklich im ganzen AKS die Post ab und Dammsitz und Tribüne machten da richtig gut mit. Da hinein das erlösende 2:0-besser gehts nicht. Der Rest nur noch Feieren des Ersten Saisonsieges. :pokal:

    Wenn ich den unreklektierten Mist auf unserer Homepage zum Thema "120 Jahre Britannia" ( https://bit.ly/2Hx9WxK ) wieder lese, könnte ich kotzen vor soviel Unwissenheit über die eigene Historie!

    Britannia war nie Vorgänger von Chemie sondern spielte wie auch seine Nachfolger auf dem "99er" -der auch deswegen so heisst.

    Nur durch die Zwangsfusion 1938 mit Tura1932 zu Tura1899 kam der Verein für ein paar Jahre in unserer Historie vor. Aber selbst da spielte die Erste Mannschaft in den Weinroten TuRa Trikots im AKS während der Rest des Vereines in den Blau/Weiß/Gelben Trikots auf dem 99er resistierte.

    Spätestens nach ein paar Tagen ZSG Industrie Leipzig fand nach dem 2.WK dann schon wieder die Trennung statt , denn die ZSG Industrie Leutzsch machte sich selbständig und spielte wieder auf dem 99er in der zweithöchsten Spielklasse (Landesliga Sachsen-West) während die ZSG Industrie Leipzig im AKS in der höchsten Spielklasse (DS-Liga) spielte. Der Rest ist bekannt, aus der restlich verbliebenen ZSG Industrie Leipzig (nachdem sich schon die BSG Konsum, die BSG Industrie Hafen ,die BSG Mechanik Böhlitz-Ehrenberg sowie die BSG Lokomotive Nord als neue Vereine aus der ZSG Industrie verabschiedet haben) wird die BSG Chemie Leipzig, aus der ZSG Industrie Leutzsch wurde die BSG Stahl Nordwest.

    Mit der selbsen Argumentation mit welcher man immer wieder Britannia als unseren Vorgänger hineininterpretieren will, könnte man ebenso den VFB Leipzig als unseren Vorgänger herbeireden. Denn schließlich fusionierten ja 1963 der SC Rotation und die SC Lokomotive zum SC Leipzig (Leistungsträger) und der BSG Chemie Leipzig (der Rest) .

    Da es wegen der Anpfiffzeit um 13.30Uhr nicht für ein vorheriges Mittagesen reichen wird, (m)eine kleine Empfehlung für den AKS: Am Rand der Tribüne Richtung Dammsitze gibt es einen kleinen Stand wo Spirellie mit Ketchup/Tomatensosse für 2 Euro die Schüssel verkauft wird.:thump: Ein Euro mehr und man bekommt sogar noch eine Kelle Wurstgulasch obenauf. Meiner Meinung nach ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältniss auch für den kleinen Geldbeutel-woanders bekommt man für 3 Euro gerade mal ne Bratwurst. Schade finde ich nur, daß offiziell nur Dammsitz- und Tribünenkarteninhaber zu der Verkaufsstelle kommen. Aber bei Sicherheitstechnisch nicht relavanten Spielen wie heute drückt der Sicherheitsdienst in der 1.HZ auch mal ein Auge zu-in der 2.HZ ist es ehh meist kein Problem als Stehplatzkarteninhaber zum Dammsitz zu gehen.

    So war gerade wählen und habe mir den WAHLAUFRUF der BSG Chemie vorher nochmal durchgelesen um mich ja richtig zu entscheiden:


    Zitat

    "Es liegt uns fern, vorschreiben zu wollen, welche Partei jemand wählen soll und doch fordern wir alle Fans und Mitglieder auf, ihre Kreuze mit Bedacht zu setzen.Parteien, deren Werte nicht mit denen der BSG Chemie Leipzig übereinstimmen, Parteien, die unsere Demokratie untergraben, Parteien die Menschen ausgrenzen und gegen sie hetzen, sind mit dem, wofür unser Verein steht, unvereinbar. Sie waren es gestern, sie sind es heute, sie werden es morgen sein. Niemand wird sich am Stadiontor dafür rechtfertigen müssen, wen er oder sie gewählt hat. Und doch müssen sich Menschen die diese Parteien wählen, selbst fragen ob sie Teil der Leutzscher Familie sein können und wollen.

    Wir stehen für Offenheit, Toleranz, Lebensfreude und Inklusion. Im Stadion, auf dem Trainingsplatz und in der Gesellschaft."


    Somit habe ich überlegt:

    -ich werde keine Parteien wählen ,welche die Freiheit und Lebensfreude der Menschen beschneiden wollen und das Internet via #NetzDG oder #Artikel13 zensieren und einschränken wollen.

    -ich werde keine Parteien wählen, die Intolerante faschistische Organisationen unterstützt welche Politiker mit anderer Meinung als der eigenen die Autos anzündet, die Häuser beschmiert oder gar körperlich angeht.

    -ich werde keine Partei wählen, die das Recht der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit von Andersdenkenden einschränken will ,sei dies per Sitzblockade oder Gewalttätigen Angriffen.

    -ich werde keine Partei wählen welche Hauptsächlich für die "Besserverdienenden" da ist!

    -ich werde keine Partei wählen ,die Sektengleich die baldige Apokalypse vorraussagt und uns die Toleranz und Lebensfreude mit immer neuen Verboten und Vorschriften nehmen will. Keine Partei die sogar Fleisch und Atemluft besteuern will und am liebsten alle Autos abschaffen würde.


    Ich kam zu dem Schluss: Offenheit, Toleranz, Lebensfreude und Inklusion leben nur sehr sehr wenige Parteien vor..und danach habe ich dann auch gewählt. Vielen Dank Chemie für Eure indirekte Wahlempfehlung :)


    P.S vergesst nicht wählen zu gehen!

    Helmut Krauss

    Der „Löwenzahn“-Schauspieler Helmut Krauss ist tot. Laut ZDF verstarb er am 26. August 2019 m Alter von 78 Jahren. Seit 1981 war er bei „Löwenzahn“ als Nachbar „Hermann Paschulke“ zu sehen. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt.


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    loewenzahn-ratten-der-faenger-von-2_b.jpg


    :(

    Kann man jetzt nicht so vergleichen, ist alles viel viel größer als wir.

    Manches Liedgut unserer Ultras kann durchaus auch das ganze Stadion singen. Es wird aber halt nicht gemacht. Anders in Frankfurt.

    Ich denke mal es gibt schon gutes Liedgut unserer Ultras welches das ganze Stadion-je nach Spielsituation- auch mitsingt. Mir fällt da spontan natürlich das "Hackebeillied" oder "Meister vor 50 Jahrn" ein. Es kommt halt immer auf die Emotionen an welche man damit transportiert. Wenn aber die Mannschaft um den Ausgleich kämpft und es kommen nur "Lalala" Lieder die eher einschläfern wie die Massen mitreissen braucht man sich nicht zu wundern wenn ausschließlich die 400 Ultras unten am Norddamm singen. Das "Problem" ist meiner Meinung nach, daß Chemies "einfache" Fanszene sehr sehr schnell gewachsen ist, während die Ultraszene fast gleich gross geblieben ist (ausnahmen sind Topspiele mit politischer Brisanz wie gegen Lok wo schonmal bis zu 300 Frankfurter +150 Connewitzer aufschlagen) . In der Kreisliga waren wir ca 300 Ultras und 150 Fans. Das da jeder-ob Ultra oder nicht- mitgeht war doch selbverständlich,man war ehh fast immer im selben Block zusammen. Erste beide Landesligajahre +Bezirksliga ca 350 Ultras und 700 Fans. Auch da war immerhin jeder dritte ein sangesfreudiger Ultra-wenn da reine Ultralieder gesungen wurden, hat inklusive der mitsingenden Fans immer noch das halbe Stadion mit- und Stimmung gemacht. Durch den Abgang der SGLaLa vor gut 5 Jahren und den sportlichen Aufstieg von Chemie kamen dann natürlich jede Menge "normale" Fans zu uns. Heute haben wir bei Heimspielen meist ca 2500 Fans und 400 Ultras-also nichtmal jeder 6. ist ein Ultra. Wenn dann bei 3000 Fans zu Heimspielen nur 500 singen, klingt das eher wie ein FDJ Liederabend wie nach Leutzscher Hölle. Lösung? Keine Ahnung-einfach zu sagen jeder soll einfach mitsingen ist unrealistisch. Aber der "BSG" Wechselgesang, der von allen mitgetragen wird , ist doch schonmal ein positiver Anfang. :thump:

    Meiner Meinung nach sollten mehr prägnante Anfeuerungsrufe als wie langwierige endlose Lieder eingebaut werden- man sollte einfach mal zu Union, Dresden oder Magdeburg schauen, daran sollten wir uns messen das sollte unser Anspruch sein auch wenn die alle höherklassig spielen.




    Apropo Stimmung und "Leutzscher Hölle" - schaut euch mal gerade bei Frankfurt die Stimmung an, das ist Stimmung. Da wird der Gegner gnadenlos ausgepiffen (passt bei Chemie sicher nicht ins Leitbild ) .Da gibt es keinen 20 Minütigen Ultralieder Dauergesang, da werden Lieder gebracht die das ganze Stadion mitsingt und auf die Spielsituationen wird reagiert und nicht stur das Liedgut weitergesungen. Aber was erzähle ich.... :kratz:

    Hmmm, Gestern von der Südvorstadt bei 30 Grad im Dauerstau nach Leutzsch gegondelt, Sonntag sicher ohne Stau oder gleich mit dem Fahrrad wieder von einem Ende der Stadt zum anderen Ende der Stadt, sicher wieder bei Temperaturen um die 30 Grad. Und nun auch noch Samstag? Tut mir leid aber WER macht solche Termine? Studenten mit zuviel Zeit im Leben? Monatskartenbesitzer der LVB ? Ich könnte wetten wenn der Termin Sonntag Vormittag VORM Spiel wäre, mit anschliessenden kleinen Imbiss und Freikarten fürs anschliessende Spiel für alle Freiwilligen (wobei sicher 70% ehh ne Dauerkarte haben) hätte man mehr als genug Teilnehmer.Enfach mal vorher nachdenken bevor man solche Termine macht. :cool:

    So, ne Nacht drüber geschlafen um nicht gleich so aufgeladen wie ich gestern nach dieser Pleite war zu schreiben.

    Der Gegner war meiner Meinung nach spielerisch eher schlechter als die Babelsberger. Die Erste Halbzeit war Chemie zumindest gleichwertig wenn nicht ein Stückchen besser-ohne richtige Torchancen herauszuspielen. Was soll dieses gefährliche sinnlose "abtasten des Gegners" fast die ganze 1.HZ lang? WIR haben ein Heimspiel und WIR müssen das Spiel machen! Wie schon gegen Babaelsberg führte dieses "vorsichtige abtasten" wieder mal zu einem sinnlosen Gegentor so dass man wieder einen Rückstand hinterherlaufen musste.

    Erste Erkenntniss: Es gibt keinen Kampfgeist mehr, eine Eigenschaft die Chemie trotz spielerischer Mängel meistens immer hatte und so manches Spiel gedreht hat. Es wird den Zweikämpfen geradezu angsthaft aus dem Weg gegangen, stattdessen lieber der Ball schnell irgendwohin gespielt.

    Zweite Erkenntniss: Wie gehabt, unser Sturm ist praktisch nicht existent! Keiner will mal Verantwortung übernehmen, mut- und phantasielos immer nach Schema F, das weiss inzwischen selbst der letzte Gegner in dieser Liga. Nicht einmal zur Abwechslung mal "Kick and Rush" versucht.

    Dritte Erkenntniss: Auch Benjamin Belott ist nicht fehlerlos. Das 1:4 war meiner Meinung nach absolut haltbar, einzige Entschuldigung wäre wenn der Ball abgefälscht wurden wäre-sah aber vom Norddamm nicht so aus.

    Desweiteren: Dem 0:1 ging meiner Meinung nach eine glasklare (!)Abseitsstellung vorraus-sah zumindest vom Norddamm so aus-lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    Und zu unseren Ultras: WAS sollte das in der 2.HZ denn bitteschön? Da spielt die Mannschaft direkt vor Euren Block, versucht das 0:1 aufzuholen und was kommt von Euch? Statt ANFEUERUNG gibt es 20 Minuten lang Dauersingsang mit den langweiligsten Liedern wie "ich hab mein Herz an Leutzsch verloren" oder "Blue Blue Blue Jonny Blue (weiß jetzt den Ultratext dazu nicht)" ! Wie soll das unsere Mannschat anfeuern und motivieren? Nach diesen 20 Minuten nervigen Dauersingsang stand es dann auch folgerichtig 0:3 und ENDLICH und viel zu spät kam mal wieder sowas wie Anfeuerung von Euch, so wie ihr es in der 1.HZ ganz gut mit einer Mischung aus Ultraliedern, AKS anfeuerung und Wechselgesang mit dem Dammsitz hinbekommen habt.

    Dann macht Chemie das 1:3 und was macht ihr? Ihr denkt nichtmal ans jubeln über das Tor oder an Anfeuerung der Mannschaft , stattdessen wird stur der Text dwes laufenden Liedes weiter durchgesungen, völlig egoistisch und emotionslos. Also die 2.HZ war für mich nicht nur auf dem Platz enttäuschend. :kratz:

    Bitte mal auf der Spielankündigung der Homepage ändern!!! Da steht noch der 25.8. -also übermorgen als Termin drin! Am Ende ist die Spielverlegung (auf wann auch immer) vielleicht garnicht soooo schlecht. Während alle anderen eine weitere englische Woche haben, haben wir mit Mi und WE nur 2 Spiele, 2 Heimspiele wenn ich es richtig in Erinnerung habe. :pfeif:

    RB-Arena am unbeliebtesten in der Bundesliga


    Leipzig - Hartes Urteil der Fans: Unter den Bundesligisten ist die RB-Arena zum unbeliebtesten Stadion gewählt worden. Die Daten gehen aus mehr als 240.000 Google-Bewertungen hervor, die ein Online-Portal nun zu einem Ranking zusammengefasst hat.



    Die Leipziger Red Bull Arena ist unter den Bundesligisten das unbeliebteste Fußballstadion in Deutschland. Das ergab eine Auswertung des Online-Portals "testberichte.de". Die Daten gehen aus mehr als 240.000 Google-Rezessionen hervor. Bewertet wurden alle 55 Stadien der ersten, zweiten und dritten Liga. Die Spielstätte des RB Leipzig landet nur auf dem 51. Platz mit 4 von 5 möglichen Bewertungssternen. Das beliebteste Fußballstadion gehört dem Bundesligisten Borussia Dortmund mit 4,7 Punkten.


    Quelle: https://www.sachsen-fernsehen.…in-der-bundesliga-648903/

    by Jens Fuge


    Rivalität zwischen Union Berlin und den Mannschaften aus der Messestadt gab es schon immer. Vor allem in den achtziger Jahren lieferten sich die Köpenicker und die BSG Chemie Leipzig legendäre Duelle. Aber auch Freundschaften wurden gepflegt.


    Leipzig. Die Beziehungen zwischen dem 1. FC Union Berlin und Leipzig waren schon immer sehr besonders. Vor allem mit Chemie Leipzig verband den Hauptstadtclub über viele Jahre eine Hassliebe. Die beiden „Großmächte der Fanwelt“ der DDR standen sich teils in echter Verbundenheit, aber auch jahrelang in Abneigung gegenüber.


    Drei außergewöhnliche Spiele


    „Bürgerkriegsähnliche Zustände“ attestierte das Ministerium für Staatssicherheit dem Umfeld des legendären Abstiegskrimis am 27. Mai 1984, als Chemie und Union den Schlusspunkt des dramatischsten Saisonverlaufes aller Zeiten setzten. 22. 000 Zuschauer im völlig überfüllten Georg-Schwarz-Sportpark in Leutzsch sahen eine hochdramatische Partie, in der sich die BSG Chemie 2:1 durchsetzte und den Klassenerhalt sicherte.


    Verzweifelte Berliner, die keine Karte mehr erhalten hatten, versuchten, durch die angrenzenden Gärten kriechend, ins Stadion zu gelangen. Wer aufgegriffen wurde, kam in eine Polizeisporthalle und wurde erst nach dem Spiel wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Match selbst fand in einer derartig aufgeheizten Atmosphäre statt, wie sie selbst lang gediente Chemiker weder zuvor noch danach jemals erlebt hatten. Es knisterte vor Spannung, es war teilweise so laut, dass die Spieler die Pfeife des Schiedsrichters nicht hörten. Als Chemie ein Abseitstor erzielte, pfiff der Schiri ab, doch niemand bekam es mit. Union erzielte Sekunden darauf ebenfalls ein Tor – es zählte nicht, weil das Spiel längst unterbrochen war. Nur Spieler und Fans hatten es gar nicht mitbekommen.


    Polizei muss Chemie-Fans schützen


    Chemie-Fan Jens Fischer erinnert sich: „Wir standen unten am Norddamm und sahen wirklich so gut wie nichts. Nur, wenn ein Eckball in den Strafraum flog.“ Sieben Minuten Nachspielzeit, Platzsturm der Chemie-Fans und drohende Eskalation, am Leutzscher Bahnhof wurde der Zug der abfahrenden Union-Fans mit Schottersteinen beschossen und schwer beschädigt. Unschöner Höhepunkt einer unglaublichen Woche, die sieben Tage zuvor mit dem letzten Spieltag der DDR-Oberligasaison 1983/84 begonnen hatte. Union gastierte bei Chemie, musste mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um auf den Kontrahenten aufzuschließen. Die Gäste gewannen 2:0, sorgten für Entsetzen und standen, beispiellos bis dahin, tor- und punktgleich mit Chemie auf dem vorletzten Tabellenplatz.


    Das bis dato nie Dagewesene trat ein: Entscheidungsspiele mussten her. Da nach Europacup-Arithmetik gewertet wurde, konnte sich Chemie nach dem mittwöchlichen 1:1 an der Wuhlheide glücklich schätzen. Die mehr als 1000 Chemie-Fans allerdings auch, denn sie wurden von der Polizei vor den vor Wut tobenden Union-Horden rund um das Stadion per Polizei-Lkw in Sicherheit gebracht. Chemie-Fan Jens Hessel bekennt im Fan-Buch „Steigt ein Fahnenwald empor“: „Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben Angst beim Fußball.“ Am Ende hatten 66. 000 Zuschauer innerhalb einer Woche drei hochdramatische, außergewöhnliche Spiele gesehen – und eskalierende Fangewalt der beiden größten Fangruppen des Landes, die unmittelbar aufeinander getroffen waren.


    Ähnliche Ausgangssituation


    Dabei standen sich die Fans von Union und Chemie anfänglich sehr nahe, schon aufgrund der ähnlichen Umstände ihres Daseins, hatten sie doch in ihrer Stadt jeweils mit übermächtigen, vom DDR-Sportsystem bevorzugten Kontrahenten zu tun. Stasi-Club BFC Dynamo wurde von den Schiedsrichtern gehätschelt und getätschelt, schon weil jeder Angst vor Stasi-Minister Erich Mielke hatte, welcher offiziell größter Fan des BFC war. In Leipzig gehörte der 1. FC Lok zur Riege der staatlich geförderten/bevorzugten Clubs, obwohl Chemie mit zwei Meistertiteln und einer riesigen Fanbasis der weit populärere Verein war. Das Gefühl des „Benachteiligtseins“ einte die ansonsten in inniger Feindschaft verbundenen Preußen und Sachsen temporär.


    Enge Freundschaften zwischen einzelnen Protagonisten wie den Fanclubs „VSG Wuhlheide“ und „Fanclub West“ bestanden viele Jahre lang. Die Sympathien vergingen erst nach einer bösen Massenschlägerei am 30. April 1980. Union hatte mit seinem 2:0 in Leutzsch die BSG mit in den Abstieg gezogen, die Enttäuschung eskalierte, das Tuch war zerschnitten. Doch der Fußballgott ist manchmal ein Hooligan, und so mussten Chemie und Union im Pokal regelmäßig gegeneinander antreten. Im Oktober 1981 kamen eine gute Union-Mannschaft samt 2000 auf Krawall gebürstete Fans nach Leutzsch. Nach dem Sieg im Elfmeterschießen stürmten die Berliner Fans den Dammsitz und sorgten für unglaubliche Szenen.


    Finanzielle Schieflagen


    Erst 1994 trafen beide Vereine wieder aufeinander. Unter komplett veränderten Bedingungen nach der Wende hatte man erneut die gleichen Probleme, litt unter dilettantischen Präsidenten, einem Zuviel an Größenwahn und Selbstüberschätzung, dafür aber permanentem Geldmangel. Am Rande der Pleite standen beide Clubs, Lizenzverweigerungen kannten sie ebenfalls. Nur die Fans standen immer gerade, auch wenn ihre Anzahl damals dramatisch sank. Gerade mal 2184 Zuschauer waren am 31. Juli 1994 in Köpenick beim 1:1 dabei.


    Später gehörten beide Vereine zum Imperium des Filmrechtehändlers Michael Kölmel – und von da an trennten sich die Wege. Denn während der FC Sachsen arrogant und ungehemmt sowie ohne Sinn und Verstand Kölmels Kohle verprasste, hielt man An der Alten Försterei die Penunzen zusammen und sanierte sich Stück für Stück.



    Mit der fehlenden sportlichen Rivalität rückten die Fans wieder enger zusammen und organisierten 2001 sogar Benefizspiele füreinander. 2015 zeigten 2000 Unioner ihre Sympathie, als sie beim Spiel der Traditionsmannschaften (!) nach Leutzsch kamen und erst verspätet zum Spiel ihrer ersten Mannschaft gegen RB pilgerten.


    Am 31. Mai 1986 hatte auch der andere Leipziger Verein, der 1. FC Lok, ein wichtiges Spiel gegen Union. Im Finale des FDGB-Pokals gewann man 5:1 gegen die Hauptstädter, es war also nicht im Ansatz so dramatisch wie die Spiele gegen Chemie. Den großen Auftritt an jenem Tag hatten wiederum die Chemiker. 250 Grün-Weiße schauten sich das Vorspiel an, in dem sich traditionell die Finalisten des Endspiels vor 20 Jahren gegenüber standen. 1966 waren dies bekanntlich die BSG Chemie und Lok Stendal gewesen. Nach Abpfiff des Vorspiels leerte sich der Block der Leutzscher zur Verwunderung der restlichen Zuschauer. „Denkt ihr wirklich, wir schauen uns das Spiel von Lok an?“, hieß es zur Aufklärung. Diese Rivalität war also noch größer als jene zu Union Berlin.


    Quelle: https://www.sportbuzzer.de/art…ahrzehntelange-hassliebe/




    Tja eigentlich war Bischofswerda immer solch ein blöder Angstgegner bei dem es kaum was zu holen gab. Nur diesmal scheinen die Vorzeichen etwas anders. Die Schiebocker in NDH mit 0:8 unter die Räder gekommen und Chemie bisher noch ohne Niederlage. Normalerweise mü´ßten wir das Spiel dort eigentlich ziehen.......wenn da nicht unser Treffschwacher Sturm wäre. Ein Törchen aus 3 Spielen, gegen Babelsberg glasklare Chancen versemmelt.....Schau mer mal.

    Aachja, noch die Info daß bisher das Logo von Tura 1932 immer falsch dargestellt wurde (u.a. Wikipedia) und zwar Rot-Weiss. Ich weiß nicht ob es dieses Rot-Weiße Logo wirklich gab-vielleicht kurz vor der Fusion zu TuRa1899 so um 1937/38 rum- aber in den Gauligajahren Mitte der 30er war das TuRa Logo definitiv Blau-Weiß . Ich erinnere mich auch daß meine Oma (damals bei TuRa aktiv) genau so einen Aufnäher in Blau-Weiß hatte. Die Trikotfarben der Fussballmannschaften waren Weinrot und darauf war der Blau-Weiße TuRa Aufnäher. Wer sich die alten farbigen Zigarettenbilder der Gauliga anschaut wird dies bestätigen können.

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